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Tarifvertrag für Privatförster läuft aus…

Erstellt von LV |

Im März 2017 konnte mit dem Arbeitgeberverband „Agrar, Genossenschaften, Ernährung Niedersachsen e.V.“ ein neuer Gehaltstarifvertrag mit einer Laufzeit von 2 Jahren abgeschlossen werden. Damals wurden zwar einige Verbesserungen in der Struktur des Tarifvertrages durchgesetzt, jedoch leider nicht alle (z.B. die zukünftig Bezahlung als "Forstamtmann").Erreicht werden konnte, die Streichung der untersten Gehaltsgruppe. Nun ist die Laufzeit wieder um, Anfang 2019 kann der Vertrag gekündigt werden.

Der Vorstand des BDF Niedersachsen wird sich in der nächsten Vorstandssitzung mit dem Thema befassen müssen. Dabei geht es um Forderungen gegenüber der Arbeitgeberseite die Gehaltsstruktur weiter zu verbessern. Die Möglichkeit der Kündigung und Neuverhandlung sollte auf jeden Fall genutzt werden.

 

In den letzten 2 Jahren hat sich auf dem "Markt" für forstliches Fachpersonal si einiges getan. Viele neue Stellen mussten neu besetzt werden. Die junge Förstergeneration ist nicht mehr so bodenständig wie die Kollegen, die jetzt in den verdienten Ruhestand gehen.

Seitens der öffentlichen Arbeitgeber ist eine neue Flexibilität festzustellen. Sofern nicht verbeamtet wird, sind in der letzten Zeit erhebliche tarifliche Verbesserungen durchgesetzt worden. Die neuen Mitarbeiter werden in einigen Verwaltungen (z.B. Niedersächsische Landesforsten) nicht mehr vergleichbar dem Eingangsamt der Beamtenlaubahn vergütet, sondern tarifgetreu nach der tatsächlich ausgeübten Arbeit. Das ist in den meisten Fällen nach TVL die Tarifgruppe E 11.  Andere öffentliche Forstverwaltungen stellen weiterhin die neuen Mitarbeiter nach E 10 (z.B. Bundesforsten) ein, oder sie verbeamten wieder (z.B. Landwirtschaftskammer Niedersachsen).

 

Diese Dynamik aus dem öffentlichen Dienst soll mit in die Verhandlung über den neuen Tarifvertrag für Privatförster und Försterinnen hinein genommen werden. Nur durch strukturelle tarifliche Verbesserungen kann die „Abstimmung mit den Füßen“, durch Abwanderung hin zu besser zahlenden Arbeitgebern, verhindert werden. Die Zeiten auf dem forstlichen Arbeitsmarkt sind so gut, dass sich die jungen Forstkollegen und Kolleginnen den Arbeitgeber ihrer Wahl aussuchen können. Monetäre Gründe spielen bei der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers nicht selten eine entscheidende Rolle. Dies muss der Arbeitgeberseite gegenüber deutlich gemacht werden. Gute Forstleute bekommt man nur mit gerechter angemessener Bezahlung.

 

Anfang 2019 soll vor den Tarifverhandlungen, ein Treffen mit den Betroffenen organisiert werden. Ziel dabei ist es, die Forderungen und Wünsche der Arbeitnehmer zu diskutieren und für die anstehenden Tarifverhandlungen zusammen zu fassen. Auch die Optionen, den Vertrag weiter laufen zu lassen, oder diesen zu kündigen, wird zu besprechen sein. Eine entsprechende Einladung des BDF geht den betroffenen Kollegen und Kolleginnen zu. Ob von der Kündigungsoption Gebrauch werden soll, wird ebenfalls bei dem Treffen